Feiern

Gelungene Zeit. Gelingende Zeiten. 

February 1 - Brigid of the Mantle - Brigid of Kildare

'I am under the shielding of
good Brigid each day,
I am under the shielding of
good Brigid each night.
I am under her keeping,
Each early and late,
every dark, every light.

Brigid is my comrade woman.
Brigid is my maker of song,
Brigid is my helping woman,

My choicest of women.
My woman of guidance.

Carmina Gadelica

A Midsummer Night's Dream - Sommernachtstraum :-)

Oberon.

Now, until the break of day,
Through this house each fairy stray.
To the best bride-bed will we,
Which by us shall blessed be;
And the issue there create
Ever shall be fortunate.
So shall all the couples three
Ever true in loving be;
And the blots of Nature's hand
Shall not in their issue stand;
Never mole, hare lip, nor scar,
Nor mark prodigious, such as are
Despised in nativity,
Shall upon their children be.
With this field-dew consecrate,
Every fairy take his gait;
And each several chamber bless,
Through this palace, with sweet peace;
And the owner of it blest
Ever shall in safety rest.
Trip away; make no stay;
Meet me all by break of day.

http://www.opensourceshakespeare.org

 

Oberon.
Nun, bis Tages Wiederkehr,
Elfen, schwärmt im Haus umher!
Kommt zum besten Brautbett hin,
Daß es Heil durch uns gewinn!
Das Geschlecht, entsprossen dort,
Sei gesegnet immerfort;
Jedes dieser Paare sei
Ewiglich im Lieben treu;
Ihr Geschlecht soll nimmer schänden
Die Natur mit Feindeshänden;
Und mit Zeichen schlimmer Art,
Muttermal und Hasenschart,
Werde durch des Himmels Zorn
Ihnen nie ein Kind geborn. –
Elfen, sprengt durchs ganze Haus
Tropfen heilgen Wiesentaus!
Jedes Zimmer, jeden Saal
Weiht und segnet allzumal!
Friede sei in diesem Schloß
Und sein Herr ein Glücksgenoß!
Nun genung!
Fort im Sprung!
Trefft mich in der Dämmerung!

Schlegel-Übersetzung

Schönen Mittsommer Allerseits! - Trip Away!

2016 - Vom Fasten dieses Jahr

Seit einigen Jahren
begehen wir die Fastenzeit bewusst.
Als vierzigtägige Auszeit mit bestimmten Themen, Regeln und Anliegen. 

Das machen wir auch so mit dem Advent.
Er ging ursprünglich auch über vierzig Tage,
und war ebenfalls ein Fasten.

Der große Vorteil:
Weihnachten und Ostern kommen nicht urplötzlich,
sind richtige Feste, von langer Hand vorbereitet. 

Das gute Essen schlägt nicht an.
Man hat drauf hingearbeitet.
Ist vorbereitet.

 

wikimedia commons -
Widder, Normannische Buchmalerei, 15. Jhdt.

 

Advent und Fasten (die Briten sagen: Lent) stehen einander gegenüber.

Führt der Advent durch die Zeit der kürzer werdenden Tage zum dunkelsten Punkt des Jahrs,
leitet die Fastenzeit vom Winter in das Frühjahr. In die Zeit länger werdender Tage. Eben Lenz. 

Ihr Zeitpunkt richtet sich nach dem Ostertermin.
Der wiederum richtet sich, wie auch der Pessach-Termin nach dem Frühlingsvollmond,
dem Wochentag und Zählweise.

Das führt dazu, das Pessach, westliches und orthodoxes Ostern
bis zu fünf Wochen auseinander liegen können.

Und wer das kompliziert findet,
schaut sich mal lieber nicht die Berechnung für das indische Kumbh Mela an.    

...

Unser Fasten hat sich entwickelt. Seit ein paar Jahren verzichten wir,
wie in der 'Trockenkost' der orthodoxen Kirche, auf Milchprodukte,
und gehen 'quasi tierfrei'.

Das entlastet den Organismus. Entschlackt. Und übt. Bezeichnend ist, welche Gelüste sich einstellen.
Bananen sind wichtig. Und Erdnussbutter. Eines der wirksamsten Mittel gegen Mangelernährung.
Auch in Entwicklungsländern. Der Verbrauch an Salz und Sojasauce steigt. 

Und in diesem Jahr waren wir Großabnehmer für Laugengebäck.
Auch Brezeln werden mit dem Fasten in Verbindung gebracht. 

Was auffällt, ist der Bedarf nach Spurenelementen, Mineralien und hochwertigen Fetten.

Was auffiel, wie teuer bestimmte Qualitäten an Kernen und Nussmus geworden sind. 
Lässt nachdenken über Dürren und Knappheiten.

Was typisch ist, ist die große Krise um die Hälfte der sieben Wochen.
Praktisch, das dann entweder im Britischen Simnel
(Am vierten Fastensonntag (Laetare - 'Freu' dich', anknüpfend an das Fest der Schaubrote),
oder im Irischen Paddy's gefeiert werden.

Kleine Auszeiten rund um den Frühlingsbeginn.

 

Das Fasten endet am Gründonnerstag. Mit einem Fest. Mit Liedern. Lob.
Nach einigen Überlieferungen, wahrscheinlich sogar Tänzen.

Denn Gründonnerstag erinnert an Pessach, ein Befreiungsfest.

Die Geschichte der Kartage ist eine andere. Von Verrat und Verzweiflung. Schmerz und Gewalt.
Abstieg ins Dunkel. Und Aufstieg ins Licht. 

Sie handelt vom tiefsten Abgrund. Und der unbezwingbaren Kraft des Lebens.


Was sonst noch war:

Dank Kondo-San und Cynthia Ewer sind wir gut bei. Haben sortiert und gesichtet.
Verabschiedet und angefangen. 

Sind beim Bloogen gründlich vom Pferd gefallen.

Und haben unsere Steuererklärung abgegeben. :-)


Insgesamt: Ein guter, tiefer, gründlicher Prozess.

Fasten war gut. Das Fest kann kommen.


Frohe Ostern, Allerseits!
 

 

Pfingsten

'Ich, höchste feurige Kraft,
habe alle Lebensfunken entzündet.

Nichts Todbringendes geht von mir aus.

Sondern unterscheide alles nach seiner Art.

Mit meinen oberen Flügeln, der Weisheit,
umflog ich das All, habe so alles richtig geordnet.


Ich, feuriges Leben göttlichen Seins,
flamme über die Schönheit der Flure,
leuchte in den Wassern,
brenne in Sonne, Mond und Sternen.

Mit Windes Atem, unsichtbarem Leben,
alles erhaltend, erwecke ich alles zum Leben.

 

Denn die Luft lebt im Grünen und Blühen.
Wasser fließen, als wenn sie lebten.
Die Sonne lebt von ihrem Licht.'

Hildegard von Bingen - Liber Divinorum Operum


Pfingsten - Pentecosta - Fünfzig. Fünfzig Tage nach Ostern. 

Fünfzig Tage, sieben Wochen nach Pessach, findet Shavuot statt.

Verbindet sich Pessach mit der Ernte des Wintergetreides und der Zeit, da Gerste reif wird, übertragen auf den Auszug aus Ägypten und den Übergang von Winter zu Frühjahr,

ist Shavuot mit der Zeit der ersten Früchte und der Milch verbunden. Übertragen auf die Gebote vom Berg Horeb und den Übergang des Geistes an die Urgemeinde.

Ein alter Sommerbeginn.

 

Frühjahr endet. Fülle beginnt.

Vatertag

Mein Vater ging vor acht Jahren. Rasch.

Beim Kochen seines Leibgerichts, in der Fassenachtswoche,
wenige Tage nach seinem letzten rauschenden Fest.

Bis heute umgeben uns seine Gegenstände. In jeder Tasche eines seiner Taschenmesser.
Seine Bibliothek im Regal, gemischt mit meiner.

Die blauen Hemden - mein Gartengewand.

 

Vatersein - wie schwierig.

Eines der großen Bilder der Menschheitsgeschichte. Abraham und der Sternenhimmel.

Abba. Vater im Himmel. Abrahams Schoss.

Probleme macht Väterlichkeit wahrscheinlich, weil sie zweieinhalb Jahrtausende lang so einfach war.

Pater familias. Recht zu schlagen. Recht zu töten. Gottgleich. Unantastbar.

Geistige Väter. Gottes Stellvertreter. Familienhäupter.

Vatersein und Reife hängen zusammen. Erfordern Mut. Und gute Vorbilder.

 

Himmelfahrt

Macht Sinn, dass Himmelfahrt Vatertag ist.

Anders als Ostern eine Angelegenheit,
die in der Überlieferung anscheinend nur die Jünger anging oder angehen sollte.

Ein Männertag mit langen Gängen und Wallfahrten.

Die Sache mit dem Strohhut und dem Bollerwagen ist eine preußische Erfindung,
vielleicht um ältere Traditionen zu - ergänzen.

Macht Sinn, dass Männer unter sich sind.

Die Grabenlandung mit dem Bollerwagen ist dabei nur eine Möglichkeit von Vielen.

In den Staaten gibt es die schöne Tradition, an diesem Tag mit Vätern ihre Leidenschaft zu teilen.
Zum Sport zu gehen oder fischen.

Einnerungen schaffen. Gespräche führen. Verbindungen vertiefen.

 

Wenn Väter wüssten, wieviel Macht sie haben.

In ihrer An- und ihrer Abwesenheit.

In ihrem Urteil. Ihrem Vorbild.

Die Kunst ist wohl, keine Angst zu haben. Oder sie zuzulassen und sie auszuhalten.
Da zu sein. Zu fühlen. Einzustehen.

Schmerz anzunehmen - Wahres Heldentum.

...

Eine Lieblingslektüre verkehrt und ergänzt die Verhältnisse.

Auf einer Wanderung in der Wildnis lernen Männer die andere Seite ihres Mythos kennen. Vater Erde.

Stammhalter. Wahrer des Lebens. Hüter der Fama. Beschützer des Stamms.

Wie Bäume schlagen sie Wurzeln und wachsen.

Der Sonne entgegen. Den Himmel entlang.

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